Fußball-Bundesliga aktuell

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Freitag, 13. März 2015 3

Fußball-Bundesliga aktuell

Wechselgerüchte, Verletzte, Trainerentlassungen: Welche Neuigkeiten gibt es von den Bundesligavereinen? Unser NewsBlog hält Sie mit den neuesten Meldungen zur Fußball-Bundesliga auf dem Laufenden.

    Gojko Kacar hat vielleicht doch noch eine Zukunft beim Hamburger SVNach Informationen der «Bild»-Zeitung soll nach Saisonende in Absprache mit HSV-Trainer Bruno Labbadia entschieden werden, ob die Gespräche über einen Verbleib des Serben noch einmal aufgenommen werden. Im März hatte der HSV mitgeteilt, dass es keine Vertragsverlängerung für den 28-Jährigen geben werde.

    Foto: Marcus Brandt, dpa/Archiv
    Die Mainzer basteln weiter am Team für die nächste Saison.


    Pep Guardiola bekennt sich nach den erneuten Gerüchten um das große Interesse von Manchester City klar zum FC Bayern«Oh, Jungs. Ich habe es 200 Millionen Mal gesagt an der Säbener Straße. Ich habe noch ein Jahr mehr Vertrag. Ich werde nächste Saison hierbleiben. Das ist alles», sagte der Trainer des deutschen Fußball-Rekordmeisters in München.

     Foto: Alberto Estevez, dpa/Archiv
    Nationalspieler Julian Draxler sieht den FC Schalke 04 trotz der jüngsten sportlichen Rückschläge mit Trainer Roberto Di Matteo auf einem guten Weg.

    «Man muss ihm Zeit und Gelegenheit geben, im Sommer nach seinen Vorstellungen Veränderungen vorzunehmen», sagte der 21-jährige Mittelfeldspieler des Sechsten der Bundesliga im Interview mit dem «Kicker» über seinen Coach. «Die nächste Saison wird dann zum Gradmesser.»

    Foto: Bernd Thissen, dpa/Archiv
    Die Personalsorgen des VfB werden geringer:


    Kapitän Kevin Trapp reagiert mit einem ungewöhnlichen öffentlichen Auftritt auf Medienberichte, nach denen es bei Eintracht Frankfurt Spannungen zwischen den Spielern und Trainer Thomas Schaaf geben soll.

    «Viele Dinge werden hier schlechter gesehen, als sie sind», sagte der Torwart bei der Pressekonferenz zum Heimspiel gegen 1899 Hoffenheim (Samstag, 15.30 Uhr).
     
    Foto: Arne Dedert, dpa/Archiv
    Den FC Augsburg plagen vor dem Derby beim deutschen Meister Bayern München Personalsorgen. Flügelspieler Tobias Werner hat Rückenprobleme. Der vom FC Bayern ausgeliehene Mittelfeldspieler Pierre-Emile Højbjerg laboriert ebenso wie Offensivspieler Dong-Won Ji an muskulären Problemen.

     Foto: Stefan Puchner, dpa/Archiv
    Der SC Paderborn geht optimistisch in den Abstiegskampf. «Ich bin überzeugt, dass wir die Klasse halten. Ich glaube an die eigene Stärke, sie ist wieder da», sagte Trainer André Breitenreiter vor dem Heimspiel am Sonntag (15.30 Uhr) gegen den VfL Wolfsburg.

    Trainer André Breitenreiter will mit Paderborn die Klasse halten. Foto: Uwe Anspach, dpa/Archiv
    Pep Guardiola richtet das Spiel des FC Bayern gegen den FC Augsburg ganz am Champions-League-Rückspiel gegen den FC Barcelona aus. «Wir werden mit einem Blick auf nächsten Dienstag spielen», kündigt der Trainer am Freitag an

    Am Tag vor dem Derby gab er trainingsfrei. Große Chancen auf den Einzug ins Endspiel sieht er als Realist nach dem 0:3 in Barcelona nicht mehr. Aber man werde es versuchen. Guardiola sprach unabhängig vom Ausgang des Halbfinal-Rückspiels von einer «wunderbaren Saison». Die Planungen für sein drittes Jahr in München sollen aber erst nach dem letzten Saisonspiel gegen Mainz anlaufen. 


    Pep Guardiola stellt die Meister-Mannschaft gegen Augsburg um. Einige Spieler sollen für das Barcelona-Rückspiel geschont werden. Foto: Peter Kneffel, dpa/Archiv 
    Wie spielen die Bayern nach dem Champions-League-Debakel in Barcelona? Wer darf weiter von Europa träumen? Wo wird die Abstiegsangst größer? Die Themen des 32. Spieltags:

    NACH DEMONTAGE Nur drei Tage nach dem Debakel beim FC Barcelona muss sich der alte und neue Meister Bayern München gegen den FC Augsburg Mut für das Königsklassen-Rückspiel in der kommenden Woche holen - auch wenn die Chancen auf das Finale auf ein Minimum gesunken sind. Auf der Suche nach dem Selbstbewusstsein dürfte Trainer Pep Guardiola am Samstag (15.30 Uhr/Sky) einige Ergänzungsspieler auf den Rasen schicken, um den Stammkräften eine Pause zu gönnen. Als Sparringspartner halten die Gäste aus Augsburg aber nicht her: Sie kämpfen noch um einen Platz in der Europa League.  Foto: Peter Kneffel, dpa/Archiv 
    QUINTETT AUF KURS KLASSENVERBLEIB Null Bock auf Abstieg haben Hamburg (14), Paderborn (15), Freiburg (16), Hannover (17) und Schlusslicht Stuttgart. Ein direktes Duell um den Klassenverbleib steigt zum Auftakt des Spieltags am Freitag (20.30 Uhr) zwischen dem unter Trainer Bruno Labbadia neu aufgeblühten HSV und Christian Streichs Freiburgern. Mit dem dritten Sieg in Serie könnten die Hanseaten der Rettung ganz nahe kommen. Bedrohlicher präsentiert sich die Lage für den VfB Stuttgart: Gibt es gegen Mainz 05 am Samstag (18.30 Uhr) eine Heimpleite, droht den Schwaben der zweite Abstieg nach 1975 mehr denn je. Ein Hammer-Gegner wartet auf den SC Paderborn. Bei den Ostwestfalen ist am Sonntag (15.30 Uhr) Champions-League-Aspirant VfL Wolfsburg zu Gast. Foto: Bernd Weißbrod, dpa/Archiv 
     
    SPIEL UM PLATZ DREI Zu einem direkten Duell um die begehrten Champions-League-Plätze kommt es am Samstag (15.30 Uhr) in Gladbach. Bei der drittplatzierten Borussia ist Verfolger Bayer Leverkusen zu Gast. Beide Teams sind in beeindruckender Form: Die Fohlen gewannen ihre jüngsten acht Heimspiele und sind seit elf Partien ungeschlagen. Die Werkself strotzt nach zehn Spielen ohne Niederlage und dem jüngsten Sieg gegen die Meister-Bayern ebenfalls vor Selbstvertrauen. Im Nachbarschaftsduell am Niederrhein würde Bayer gerne den Tabellenplatz mit den Gastgebern tauschen: Rang drei bedeutet die sichere Königsklassen-Teilnahme. Der Viertplatzierte muss den Umweg über zwei Qualifikationsspiele nehmen. Foto: Maja Hitij, dpa/Archiv 
    QUINTETT AUF KURS EUROPA Schalke, Augsburg, Bremen, Hoffenheim und Dortmund bewerben sich um den Einzug in die Europa League. Die besten Chancen hat der Tabellenfünfte Schalke 04, der am Sonntag (17.30 Uhr) beim 1. FC Köln antreten muss. Borussia Dortmund (9) sollte am Vortag gegen Hertha BSC punkten, um nach der verkorksten Hinrunde doch noch einen versöhnlichen Liga-Abschluss einzufahren. Die TSG Hoffenheim (8) dürfte bei Eintracht Frankfurt alles für drei Punkte geben, um Werder Bremen (7) zu überholen. Die Werderaner treten beim Tabellenvorletzten Hannover 96 an (alle 15.30 Uhr). Der vermeintlich schwerste Gegner wartet auf den FC Augsburg (6) mit dem FC Bayern. Foto: Bernd Thissen, dpa/Archiv 
     
     

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    Max Kruses Teamkollegen von Borussia Mönchengladbach bedauern den bevorstehenden Abgang des Nationalspielers. Der Stürmer habe «definitiv bestätigt, dass er Borussia verlässt», sagt Granit Xhaka der «Bild»-Zeitung. «Es ist immer bitter und enttäuschend, wenn uns ein Spieler verlässt. Max ist ein sehr interessanter Stürmer. Schade für uns, schade für den Verein.»

    Übereinstimmenden Medienberichten soll Kruse einen Vertrag bis 2019 beim Fußball-Bundesligisten VfL Wolfsburg unterschrieben haben. Im Vertrag des Profis und seinem bisherigen Club vom Niederrhein ist eine Ausstiegsklausel enthalten. «Es ist im Fußball ja mittlerweile normal, dass ein Spieler den Verein verlässt. Auch wenn Max sehr wichtig für uns ist», sagt Gladbachs Patrick Herrmann. «Aber der Verein wird im Sommer bestimmt noch einige Neuzugänge präsentieren.»

    Granit Xhaka und Fabian Johnson verstehen sich prima mit Max Kruse. Foto: Uwe Anspach, dpa/Archiv  

    Die Krise seines früheren Vereins VfB Stuttgart belastet Kevin Kuranyi. «Sie macht mich sehr betroffen. Ich tippe in einem Tippspiel mit Freunden immer auf den VfB - aber leider nützt das nichts», sagt der frühere Nationalstürmer der Deutschen Presse-Agentur.

    Der 33-Jährige glaubt dennoch fest an den Klassenverbleib des schwäbischen Bundesligisten. «Die Leistungen der vergangenen Wochen» würden ihm Hoffnung machen, sagt Kuranyi weiter. Dass der VfB Tabellenletzter sei, erschwere natürlich die Rettung. «Aber ich bin dennoch der Meinung, dass es der VfB schafft.»

    Kevin Kuranyi jubelte früher oft im Trikot des VfB Stuttgart. Foto: Bernd Weißbrod, dpa/Archiv 
    Europa-League-Aspirant Borussia Dortmund muss gegen Hertha BSC mit hoher Wahrscheinlichkeit auf Marco Reus verzichten. «Stand jetzt steht er für das Wochenende nicht zur Verfügung», kündigt BVB-Chefcoach Jürgen Klopp an. 

    Nationalspieler Reus hat eine Muskelverhärtung und konnte zuletzt nicht trainieren. Weil beim Pokalfinalisten Dortmund auch Jakub Blaszczykowski (Muskelfaserriss) und Adrian Ramos (Knöchelverletzung) ausfallen, sieht sich Klopp erneut Aufstellungsproblemen gegenüber.

    Foto:  Andreas Gebert, dpa/Archiv 

    Ausblick auf den 32. Spieltag: Für die Münchner geht es im Heimspiel gegen Ausgburg vor allem darum, den Glauben an das Wunder kommenden Dienstag irgendwie zu befeuern. Was nach der 0:3 Klatsche im Camp Nou schon schwer genug fällt. Video: dpa

    Das wohl größte Logo aller Bundesligisten gibt's vom  1. FC Köln. 


    Michael Frontzeck könnte auch bei einem möglichen Bundesliga-Abstieg Trainer von Hannover 96 bleiben. Der zunächst für fünf Spiele verpflichtete Coach hat bei Vereinspräsident Martin Kind gute Karten für die nächste Saison.

    «Bisher bin ich überzeugt von ihm. Herr Frontzeck ist in jedem Fall unser erster Ansprechpartner», sagte Kind im Interview der «Bild»-Zeitung. Dies gelte auch für die 2. Liga. «Wenn er das überhaupt will, was ich nicht weiß», fügte der 96-Chef hinzu.

    Foto: Peter Steffen, dpa/Archiv
    Ungewöhnliche Maßnahme im Abstiegskampf. 


    Franck Ribéry droht das vorzeitige Saisonende beim FC Bayern. Wie der «Kicker» berichtet, muss der Franzose wegen einer Entzündung der Kapsel im rechten Sprunggelenk seinen verletzten Fuß zwei Wochen komplett ruhig stellen und Spezialschuhe tragen, um das Gelenk zu entlasten.
    «Ich bin sehr traurig», sagte Ribéry. «Es kotzt mich an.» Der Franzose hatte sich im Champions-League-Spiel gegen Donezk am 11. März verletzt und fehlt seitdem.

    Foto: Peter Kneffel, dpa/Archiv 

    Gute Besserung!


    Weltmeister Christoph Kramer gibt sich vor dem Bundesliga-Topduell zwischen Borussia Mönchengladbach und Bayer Leverkusen entspannt. «Für mich ist in dem Spiel gar nicht so eine krasse Brisanz. Ich sehe dem relativ gelassen entgegen», meinte der Gladbacher Mittelfeldspieler, der von kommender Saison an wieder für Bayer spielen wird. «So etwas blendet man auf dem Spielfeld ohnehin alles aus», sagte Kramer nach dem Training.

    Foto: Maja Hitij, dpa
    Aaron Hunt darf auf Einsätze im Saison-Endspurt und im Pokalfinale hoffen. Der frühere Fußball-Nationalspieler nahm nach wochenlanger Pause erstmals wieder am Mannschaftstraining des VfL Wolfsburg teil. Hunt hatte sich im Februar beim Europa-League-Spiel gegen Sporting Lissabon einen Teilabriss des Innenbandes im Knie zugezogen.

    Foto: Carmen Jaspersen, dpa/Archiv
    Hertha BSC muss im Auswärtsspiel am Samstag bei Borussia Dortmund auf Änis Ben-Hatira verzichten. «Änis hat ein Hämatom am Zeh, es sieht nicht gut aus«, teilte Hertha-Trainer Pal Dardai nach der Übungseinheit mit. Der offensive Außenbahnspieler hatte sich in der Praxis des früheren Bayern-Arztes Hans-Wilhelm Müller-Wohlfahrt in München untersuchen lassen.

    Foto: Soeren Stache, dpa/Archiv
    Ein echter Hamburger Jung. Der Nationalspieler ist seit 2008 beim HSV. 


    In Berlin gibt der Trainer den Einsatz im Abstiegskampf vor!


    Unangefochten die Nummer 1 in dieser Bundesliga-Statistik.


    Holger Badstuber arbeitet an seinem nächsten Comeback!


    Werder Bremens Innenverteidiger Jannik Vestergaard hat wieder mit dem Training begonnen. Der dänische Abwehrspieler absolvierte die Übungseinheit am Dienstag ohne Probleme. Er hatte zwei Wochen wegen einer Knieverletzung pausiert. Innenverteidiger-Kollege Alejandro Galvez fehlt hingegen weiter.

    Foto: Carmen Jaspersen, dpa/Archiv
    Wolfsburgs Manager Klaus Allofs hat Gerüchte über ein VfL-Interesse an Nationalspieler Ilkay Gündogan von Borussia Dortmund dementiert. «Er ist bei uns kein Thema», sagte Allofs. Die «Wolfsburger Allgemeine Zeitung» hatte zuvor berichtet: «Wolfsburg bietet mit: Der VfL will Gündogan!» Der Mittelfeldspieler hatte angekündigt seinen bis 2016 laufenden Vertrag bei Borussia Dortmund nicht zu verlängern.

    Foto: Torsten Silz, dpa/Archiv
    Werder Bremen hat einen neuen Stürmer. Anthony Ujah verlässt Köln.


    Die Anzeigetafel am Regensburger Bahnhof weist die Reisenden auf Beeinträchtigungen des Zugverkehrs hin.
    Im Abstiegskampf fehlt dem HSV mit Nicolai Müller eine wichtige Option.


     Allzeit bereit:


    Hannovers Verteidiger Christian Pander droht das Saison-Aus. Der 31 Jahre alte Profi hat sich nach Angaben des Bundesligisten eine Innenbandzerrung im linken Knie zugezogen. Der häufig verletzte Linksverteidiger hat in dieser Saison nur acht Einsätze absolviert. Der ehemalige Schalker, dessen Vertrag in Hannover ausläuft, war im Sommer 2011 zu 96 gewechselt.

     Foto: Sören Stache, dpa/Archiv
    Der Kapitän bleibt an Bord!


    Der ehemalige Nationalspieler Hansi Müller hat sein Mandat als Aufsichtsratsmitglied des VfB Stuttgart mit sofortiger Wirkung niedergelegt. Das ehemalige Vorstandsmitglied des schwäbischen Fußball-Bundesligisten zog damit die Konsequenz aus dem Wirbel nach seiner Ankündigung, Alexander Zorniger werde den Tabellenletzten in der kommenden Saison trainieren.

    «Ich bedauere diesen Fehler außerordentlich und habe mich dafür auch bei den Verantwortlichen des Clubs in aller Form entschuldigt», sagt Müller in einer vom Verein verbreiteten Erklärung.

    Foto: Bernd Weißbrod, dpa/Archiv 
    In Mönchengladbach wird weiter fleißig an der Mannschaft gearbeitet.


    Manager Christian Heidel von Mainz 05 ist mit seinem Vorschlag, die Bundesliga auf 20 Vereine aufzustocken, auf wenig Gegenliebe gestoßen. «Wir reden oft von zu hoher Belastung und jetzt plötzlich wieder von Aufstockung? Ich habe keine Erkenntnis, was dafür sprechen soll», sagte Sportchef Jörg Schmadtke vom 1. FC Köln in der «Bild»-Zeitung.

    Heidel hatte in der «Bild am Sonntag» gesagt: «Die Bayern, die am liebsten mit nur 16 Teams in der Liga spielen würden, werden es wahrscheinlich nicht gern hören - aber wir sollten über die Aufstockung auf 20 Vereine nachdenken.»

    Christian Heidel hatte eine Aufstockung der Bundesliga vorgeschlagen. Foto: Fredrik von Erichsen, dpa/Archiv

    Die Meisterschaft ist entschieden, aber auf den Plätzen für Europa ist noch alles möglich. Allerdings hat man den Eindruck, dass einigen Teams so langsam die Puste ausgeht. Rückblick auf den vergangenen Spieltag. Video: dpa

    Nach der schweren Verletzung von Elkin Soto am Knie droht dem 24-Jährigen Mainzer das Karriereende. Etliche Bundesliga-Vereine wünschen dem beliebten Kolumbianer dennoch eine schnelle Genesung.



    Elkin Soto wurde nach einem Zusammenstoß mit Raphael van der Vaart vom Platz getragen. Foto: Fredrik von Erichsen, dpa/Archiv
    von Kay Hensel, dpa bearbeitet von Live · Desk 5/4/2015 6:44:04 AM
    Schalke 04 feiert heute eine Schnapszahl.


    Wolfsburg sieht im Transferpoker um Max Kruse den Nationalspieler am Zug. «Wir haben in den letzten Tagen abgeklopft, unter welchen Voraussetzungen es gehen könnte, dass er eventuell zum VfL Wolfsburg wechselt. Von daher liegt der Ball jetzt bei Max Kruse», sagt Trainer Dieter Heckingim NDR-«Sportclub». Der Coach des Fußball-Bundesligisten bestätigt erneut, dass auch andere Vereine den Torjäger von Borussia Mönchengladbach umwerben. 

    Kruse hatte vorher betont, er habe weder bereits einen Vertrag unterschrieben noch eine Entscheidung über seine Zukunft getroffen. Der 27-Jährige soll für eine Ablösesumme von zwölf Millionen Euro wechseln können. Gladbachs Manager Max Eberl zufolge gibt es bislang weder offizielle Anfragen noch Angebote für Kruse.

    Foto: Oliver Mehlis, dpa/Archiv 
    Sonny Kittel von Fußball-Bundesligist Eintracht Frankfurt hat sich erneut eine schwere Knieverletzung zugezogen. Der 22-Jährige erlitt bei der 0:1-Niederlage bei Werder Bremen am Samstag einen Riss des vorderen Kreuzbands und eine Verletzung des Innenbands im linken Knie. Das teilten die Frankfurter am späten Samstagabend mit.

    «Wir sind zutiefst erschrocken über die Diagnose», sagte Eintrachts Trainer Thomas Schaaf. «Es tut uns unendlich leid, dass Sonny nach all den Rückschlägen in seiner noch jungen Karriere schon wieder eine schwere Knieverletzung erlitten hat.» Der Mittelfeldspieler laborierte mehrfach in seiner Karriere an Blessuren im Knie und kam diese Saison zu acht Liga-Einsätzen.

    Foto: Peter Steffen, dpa/Archiv

    Bayern-Mysterien, die gar keine sind

    Von Heinz Gläser, MZ
    Eine Krankenakte wird zum Wälzer – und alle Welt fragt sich, warum Holger Badstuber das Pech an den Füßen klebt wie anderen Baumharz an den Fingerkuppen. Am Samstagabend, als der FC Bayern mit dem 1:0 gegen Hertha den letzten Schritt zur dritten deutschen Meisterschaft in Serie machte, stand der Innenverteidiger ebenso wenig auf dem Platz wie in den Spielzeiten 2012/13 und 2013/14. Sollten die Münchner an diesem Dienstag (20.30 Uhr/ARD live) im Halbfinale gegen Borussia Dortmund den Einzug ins Endspiel um den DFB-Pokal schaffen, wäre Holger Badstuber am 30. Mai im Berliner Olpympiastadion abermals lediglich Zaungast – wie 2013 und 2014.

    Karriere der verpassten Chancen

    Zählt man den Champions-League-Triumph des Fußball-Rekordmeisters 2013 im Londoner Wembley-Stadion und den Weltmeistertitel 2014 in Brasilien hinzu, summiert sich das verletzungsbedingte Ungemach für den gebürtigen Memminger gewaltig. Badstubers Karriere ist eine der verpassten Chancen, wäre da nicht der Double-Gewinn in der Saison 2009/2010 unter seinem Förderer Louis van Gaal gewesen. Mit Blick auf all das, was möglich gewesen wäre, nicht viel mehr als ein Trostpflaster.
    Ein Muskelriss im linken Oberschenkel verdammt den 26-Jährigen aktuell zu einer Zwangspause von voraussichtlich vier Monaten. Brisanz gewinnt die neuerliche gravierende Blessur durch den Knall-auf-Fall-Rücktritt des Mannschaftsarztes Hans-Wilhelm Müller-Wohlfahrt in der Woche zuvor im Anschluss ans 1:3 verlorene Viertelfinal-Hinspiel in der Königsklasse beim FC Porto.
    Seither wird munter spekuliert, seither steht die Frage im Raum: Läuft in der medizinischen Abteilung der auf ihre Professionalität in allen Bereichen so stolzen Münchner womöglich grundsätzlich etwas schief? Ein Blick in die Krankenstation, in der sich über Monate die Stars Thiago, Arjen Robben, Franck Ribéry, David Alaba, Bastian Schweinsteiger, Philipp Lahm und Javi Martinez die Klinke in die Hand gaben, legt diesen Verdacht zumindest nahe – auch wenn die Fälle oft unterschiedlich gelagert waren.
    Nach allem, was man aus dem Umfeld des Vereins hört, hatte sich im Bayern-Vorstand ein diffuses Unbehagen an der Arbeit der Vereins-Ikone Müller-Wohlfahrt breitgemacht. Die Skepsis zielt jedoch nicht direkt auf den überaus verdienten „Doc“ selbst ab, im Gegenteil: „Mulls“ Fähigkeiten sind und bleiben unbestritten, die Bayern-Profis dürfen weiterhin in die Praxis des anerkannten Heilsbringers in der Münchner Innenstadt pilgern. Das ist beim FC Bayern nicht anders als in Jogi Löws Nationalmannschaft.

    Sehr wohl in Frage steht aber offensichtlich die Nibelungentreue, mache sprechen von ausgeprägter Gutmütigkeit, mit der Müller-Wohlfahrt zu seinen Mitarbeitern in der medizinischen Abteilung steht. Zuvorderst Vorstands-Chef Karl-Heinz Rummenigge soll dem Vernehmen nach seit langem für frischen Wind und neue Ideen in diesem Bereich plädiert haben – auch in personeller Hinsicht. Da sich der 72 Jahre alte „Mull“ diesem Ansinnen standhaft widersetzt habe, sei die Situation nach dem Negativerlebnis in Porto eskaliert. Müller-Wohlfahrt warf erbost die Brocken hin – und damit die Chance weg, am Saisonende mit einem Blumenstrauß und warmen Worten in den wohlverdienten Ruhestand verabschiedet zu werden.
    Für diese Lesart des Geschehnisse spricht auch eine Aussage Rummenigges im „Aktuellen Sportstudio“ des ZDF. Gefragt, ob ein Comeback Müller-Wohlfarts bei den Bayern denkbar wäre, äußerte sich der 59-Jährige vage: Darüber werden zu gegebener Zeit entschieden, nämlich dann, wenn das „neue Konzept“ für die medizinische Abteilung auf dem Tisch liege.

    Treibende Kraft ist nicht Guardiola

    Vom Tisch dürften damit alle Mutmaßungen sein, die Causa Müller-Wohlfahrt lasse sich auf einen Konflikt zweier Alpha-Tiere reduzieren. Gewiss, Starcoach Pep Guardiola hätte „Mull“ lieber öfter auf dem Vereinsgelände an der Säbener Straße gesehen. Aber die treibende Kraft hinter der Trennung war der Spanier wohl nicht, auch wenn die beiden keine innige Sympathie verbindet.
    Badstuber ist derweil zur Operation zu Richard Steadman, dem Arzt seines Vertrauens in Vail/US-Bundessstaat Colorado, gereist. „Rätselhaft“ nennen einige Medien seine Verletzung, zumal er nach dem Rückspiel gegen Porto die Münchner Arena scheinbar beschwerdefrei verlassen hatte. Waren beim 26 Jahre alten Nationalspieler schmerzstillende Spritzen im Spiel?

    Badstubers lange Leidensgeschichte lässt die jüngste Blessur freilich weniger mysteriös erscheinen. Zwei Kreuzbandrisse im rechten Knie hat der Allgäuer erlitten, den ersten am 1. Dezember 2012 im Bundesliga-Spiel gegen Borussia Dortund, den zweiten am 17. Mai 2013 im Aufbautraining. Zum Saisonbeginn 2014/15 meldete er sich wieder fit, fiel jedoch nach einem Muskelsehnenriss im linken Oberschenkel am 13. September erneut für den Rest des Jahres aus.
    Experten wie Werner Krutsch erkennen darin ein ihnen geläufiges Muster. Die Muskelmasse am Bein schwindet durch die Ruhigstellung drastisch, bislang automatiserte Bewegungsabläufe muss sich der Profi mühsam wieder erarbeiten. „Bei Spielern, die nach Kreuzbandrissen zurückkommen, besteht offensichtlich ein erhöhtes Risiko von Muskelverletzungen. Sie fühlen sich zwar wieder fit, aber die Statik des Körpers hat unter der langen Pause gelitten“, sagt der ärztliche Koordinator des „Fifa Medical Centres of Excellence“ am Universitätsklinikum Regensburg. Krutsch und seine Kollegen gehen derzeit in der weltweit größten Studie den Ursachen und Folgen der gefrüchteten Kreuzbandrisse wissenschaftlich auf den Grund.

    Fehlstellung der Hüfte?
    Badstuber hatte zuletzt in der Tat über Beschwerden wegen einer Fehlstellung der Hüfte geklagt. Und auch Parallelen zum Fall Sami Khedira sind nicht von der Hand zu weisen. Auf den letzten Drücker hatte es der spätere Weltmeister nach einem Kreuzbandriss zur WM 2014 geschafft, hat aber seither mit diversen Muskelverletzungen zu kämpfen.

    In Steadmans Klinik hatte sich Holger Badstuber bereits dem Eingriff nach seinem zweiten Kreuzbandriss unterzogen. Der US-Spezialist hatte seinerzeit sogar erwogen, dem Bayern-Star das Band eines Toten als Ersatz zu implantieren, was dieser aus ethischen Gründen ablehnte.
    Pikant: Steadman, der seit Jahrzehnten als Koryphäe der Kniechirurgie gilt, war Anfang des Jahrtausends bei einigen Bundesligisten vorübergehend in Ungnade gefallen, weil bei Leverkusens Nationalspieler Jens Nowotny wenige Monate nach der OP erneut das Kreuzband riss.
    Den ersten Eingriff bei Badstuber hatte der Orthopäde Ulrich Boenisch vorgenommen. Auch er sah sich anschließend mit Fragen konfrontiert. Der Augsburger genießt ebenfalls einen hervorragenden Ruf. In einem „Zeit“-Interview klagte Boenisch einmal: „Wenn ich hundert Fälle erfolgreich behandle und einer kommt nicht mehr zurück, dann ist genau dieser Fall in den Schlagzeilen.“
    Ein Augsburger Trio erhielt neue Arbeitspapiere:








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