Streik der Lokführer

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Freitag, 13. März 2015 3

Streik der Lokführer

Nach dem Streik ist vor dem Streik: Über Pfingsten wollen die Lokführer die Deutsche Bahn noch länger lahmlegen als beim letzten Mal. Auf Bahnreisende kommen erneut schwierige Tage zu. Wir berichten im NewsBlog.

  • Reisende können sich im Internet über den Ersatzfahrplan informieren. Die beste Adresse dafür ist die Live-Auskunft unter www.bahn.de/liveauskunft. Dort finden Kunden Informationen über alle Züge, die jeweils in den nächsten zwölf Stunden fahren. Auf dem Smartphone finden Fahrgäste diese Auskunft mit der App DB Navigator oder unter m.bahn.de. Der Ersatzfahrplan wird fortlaufend entsprechend der aktuellen Verkehrslage aktualisiert - «immer nach Bedarf», erklärt ein Bahnsprecher.

    Hat sich der Fahrgast eine Zugverbindung herausgesucht, sollte er diese direkt vor Reiseantritt noch einmal prüfen, um sicherzugehen, dass sie noch aktuell ist.
    Grundsätzlich fänden sich in der Live-Auskunft nur Züge, die auf jeden Fall bis zum Ziel fahren, sagt der Sprecher. Es sind also keine Züge aufgelistet, die zwar vor Streikbeginn abfahren, aber dann unterwegs ihre Fahrt unterbrechen. Der Ersatzfahrplan gilt ganztägig am Donnerstag, Freitag, Samstag und Sonntag.
  • Vorschau auf die Betriebslage am Donnerstag in Regensburg: Aktuell ist von angekündigtem Bahn-Streik wenig zu spüren. Die ICE-Linie von und nach Wien fährt. Wenn auch eingeschränkt nur zwischen Frankfurt und Wien (und zurück). Bei den Regionalexpress-Verbindungen der Deutschen Bahn nach Nürnberg (über Neumarkt oder Amberg) sowie nach Hof/Weiden sind auch noch keine Einschränkungen erkennbar.
    Anders sieht es übrigens in München aus: Hier gibt es massive Streichungen bei den S-Bahn-Linien sowie den von München Richtung Stuttgart und München abgehenden ICE-Verbindungen - und umgekehrt. Von den Streiks nicht betroffen sich Fernzüge ab München Richtung Österreich und Italien.
  • Unter dem Lokführerstreik bei der Deutschen Bahn leiden wahrscheinlich auch Kunden anderer Bahn-Unternehmen. «Es kann nicht vermieden werden, dass bestreikte Züge der Deutschen Bahn Gleise blockieren», heißt es etwa bei der Ostdeutschen Eisenbahngesellschaft (Odeg) in Berlin. Das könne zu Unregelmäßigkeiten führen, auch wenn die Odeg selbst nicht bestreikt wird. Ähnlich äußerten sich weitere Anbieter in Berlin und Brandenburg.
  • Bahn-Personenverkehrsvorstand
    Homburg. Foto: Bernd von Jutrczenka, dpa/Archiv

    Bahn-Personenverkehrsvorstand
    Ulrich Homburg
    zufolge werden vom neuen Lokführerstreik 
    «sicherlich Millionen Reisende betroffen sein». Mit Ersatzfahrplänen will er erreichen, dass im Fernverkehr ein Drittel der Züge nach Plan fahren kann. Im Regionalverkehr in Westdeutschland sollen es 40 bis 60 Prozent sein, im Osten Deutschlands aber nur 20 Prozent. Dort ist die GDL am besten organisiert.

    Die Bahn konzentriert sich auf die wichtigsten Verbindungen. So sollen die Züge auf der zentralen West-Ost-Route Köln/Düsseldorf-Berlin weiter stündlich fahren. München-Dortmund sowie Berlin-Basel werden weiter im Zwei-Stunden-Rhythmus bedient. Aber auch auf einigen Hauptstrecken werden Takte ausgedünnt, etwa zwischen Hamburg und München sowie Berlin. Eine Reihe von Ergänzungszügen wie auch die «Sprinter» Köln-Hamburg, Frankfurt-Berlin und Frankfurt-Hamburg fallen weg, ebenso viele Intercity-Verbindungen.
  • Manfred Schell.
     
    Foto: Uwe Anspach, dpa/Archiv
    GDL-Chef muss herbe Kritik von seinem Vorgänger einstecken: Die Forderungen seines Nachfolgers Claus Weselsky seien unrealistisch, sagt der frühere GDL-Vorsitzende Manfred Schell dem Fernsehsender N24. Es fehle eine mögliche Kompromisslinie: «Wer Ziele formuliert, die schwer oder gar nicht erreichbar sind, der muss logischerweise überlegen, wo er am Ende irgendwelche Konzessionen macht.»

    Als «nicht realisierbar» bezeichnet Schell den GDL-Anspruch
    , auch für die Zugbegleiter Tariverträge abzuschließen, bei denen man nicht die Mehrheit habe.
    Das CDU-Mitglied Schell hatte die GDL bis 2008 geführt.
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    Keine Schlichtung: Bahnstreik geht los

    Die Bahnkunden stehen vor vier schwierigen Streiktagen. Ein von der Bahn angebotenes Schlichtungsverfahren lehnt die GDL ab.
  • Die GDL droht mit noch längeren Streiks. «Den Begriff Eskalation mag ich nicht, er ist auch nicht angebracht», sagt der GDL-Bezirksvorsitzende für Berlin, Brandenburg und Sachsen, Frank Nachtigall, der «Berliner Zeitung». «Es ist allerdings im Bereich des Möglichen, dass die nächste Aktion für eine noch längere Zeit angesetzt wird.»
  • Und generell gilt: Der in den nächsten Stunden veröffentlichte Notfahrplan gilt erst einmal bis Freitagnacht. Für das Wochenende sortiert sich die Deutsche Bahn neu!
  • Und Regionalverkehr Knoten Regensburg: Noch steht der Notfahrplan für die Regionalexpress-Verbindungen, die die Deutsche Bahn anbietet, in Richtung München, Hof und Nürnberg (über Amberg beziehungsweise Neumarkt) nicht. Mit großen Veränderungen im Vergleich zum Streik vor zwei Wochen an besagtem Wochenende ist nicht zu rechnen.
  • Vorschau Betriebslage am Donnerstag für den Fernverkehrsknoten Nürnberg: Aktuell (noch) alles außer der Linie Frankfurt-Nürnberg-Regensburg-Wien gestrichen. Allerdings kann nicht ausgeschlossen werden, dass wieder die ICE Richtung Berlin immerhin bis Leipzig fahren. Und es vereinzelt ICE nach Hamburg geben wird.
  • Vorschau Betriebslage am Donnerstag für Regensburg: Bis auf die IC-Verbindung nach Kiel und zurück bleiben die ICE-Züge der Linie von und nach Wien. Allerdings starten und enden diese in Frankfurt.
  • Personenverkehrsvorstand Homburg (l) und Personalvorstand Weber in Berlin. Foto: Jens Kalaene, dpa

    Die Bahn hat der Lokführergewerkschaft GDL angeboten, d
    en Tarifkonflikt durch ein Schlichtungsverfahren zu lösen.
    Beide Seiten sollten daz u jeweils einen unparteiischen Schlichter benennen, der zusammen mit dem Vertreter der Gegenseite einen gemeinsamen Vorschlag vorlegen solle, sagt Bahn-Personalvorstand Ulrich Weber in Berlin. Voraussetzung sei, dass die GDL ihren Streik absage und dieses Angebot zur Schlichtung bis zum Mittwochabend um 20.00 Uhr annehme.
  • Güterwaggons stehen auf einem Güterbahnhof bei Kornwestheim in BadenWürttemberg. Foto: Foto: Sebastian Kahnert, dpa

    Die Deutsche Bahn will während des Rekordstreiks der Lokführer etwa die Hälfte ihres Schienen-Güterverkehrs aufrechterhalten.
    Das sagt Markus Hunkel, Vorstand Produktion bei der Gütersparte DB Schenker Rail, in Frankfurt. Für die Kunden im In- und Ausland bedeute der Ausstand Verspätungen und Einschränkungen des Bahn-Angebots. Man werde aber erneut alles tun, um in enger Kommunikation mit den Kunden die Beeinträchtigungen so gering wie möglich zu halten. Im Schnitt sind werktags etwa 5000 Züge von DB Schenker Rail in ganz Europa unterwegs.
  • Guten Tag und herzlich Willkommen zu unserem Live-Blog zum Bahnstreik. Die Lokführer wollen mehr als vier Tage die Arbeit ruhen lassen. Somit steht die Deutsche Bahn vor dem längsten Streik ihrer Geschichte. In diesem Moment hat der Streik im Güterverkehr begonnen. Ab dem morgigen Donnerstag (bis Montag) sind dann bundesweit auch alle Fahrgäste des Nah- und Fernverkehrs und der S-Bahnen betroffen.
  • Die große Unbekannte bei diesem GDL-Streik ist, wie viele Zugbegleiter sich an dem Streikaufruf beteiligen werden. Darum ist die Deutsche Bahn sehr vorsichtig bei der Erstellung eines Notfall-Fahrplans. Gut, in der S-Bahn braucht man keine Zugbegleiter. Diese Verbindungen werden in der Regel ohne jenes Personal gefahren, das die Abfahrt von Zügen überwacht beziehungswiese Fahrkarten kontrolliert. Im schnellen Regionalverkehr und vor allem im Fernverkehr sind die Zugbegleiter in der Regel an Bord. Allerdings stellt die EVG hier die Mehrheit. Und die hat ihre Mitglieder eigentlich nicht zum Streik aufgerufen. Ob aus Solidarität mit der GDL dennoch einige mitmachen und so Ärger mit ihrer EVG riskieren?
    Was unserer #Wirtschaft wohl mehr schadet? #Streik oder die Weigerung, #Infrastruktur zu erneuern, um die #schwarzeNull nicht zu gefährden?
     
     

    Noch ein Pilotenstreik in dieser Woche?

    Seit Dienstagmorgen um 6 Uhr sind neben Kurz- und Mittelstreckenflügen auch Langstreckenflüge vom 35-Stunden-Streik der Lufthansa betroffen.
    diese ganzen #streiks bei #bahn & von #piloten nerven echt nur. #IsThereLightAtTheEnd? zum glück kann mädchen mit... fb.me/2mQrqIjyz
    Seit Dienstagmorgen um 6 Uhr sind auch #Langstreckenflüge vom 35-Stunden-#Streik der #Lufthansa betroffen: bit.ly/1ydFpIh


     
     

    Pilotenstreik trifft Langstreckenflüge

    Seit Dienstagmorgen um 6 Uhr sind neben Kurz- und Mittelstreckenflügen auch Langstreckenflüge vom 35-Stunden-Streik der Lufthansa betroffen.

























     

     



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    Problem an #GdL und #Piloten Streiks ist, dass sie dem Image anderer Gewerkschaften und anderen Arbeitern schaden. Solidarität? Geht anders.
    Angesichts der Verantwortung von #Lokführern + #Piloten ist das Verhalten von #Bahn + #Lufthansa einfach nur lächerlich! Weiter so #Cockpit!
     
     

    Rekordnachfrage bei Fernbussen

    Mal streiken die Lokführer, jetzt wieder die Piloten. Während Tausende von Passagieren auf der Strecke bleiben, profitieren die Fernbus-Anbieter.
     
     

    Lufthansa in München nur mit halber Kraft

    Während am Montag die Kurz- und Mittelstreckenflüge der Lufthansa bestreikt werden, gibt es am Dienstag eine Ausweitung auf die Langstreckenflüge.
    Ein Tag ohne Fluglärm ist doch auch was schönes #Streik #Pilotenstreik DANKE #Lufthansa
     
     

    Die Streiks schaden Reisenden und Firmen

    Bahnreisende und Lufthansa-Passagiere sind genervt. Streikwellen wirbeln ihre Reisepläne durcheinander. Hier die wichtigsten Fragen und Antworten.
    #Streik Die Parlamentarier sollten jetzt Überstunden machen, um das Gesetz zur Tarifeinheit möglichst zeitnah zu verabschieden.
    Bin extrem sauer auf @Lufthansa_DE. Warum war ich nicht gestern beim Online-Check-In über dem #Streik informiert?? NICHT GUT GENUG!
    #Streik Um volkswirtschaftlichen Schaden abzuwenden, muss die Tarifeinheit kommen, ohne das Streikrecht substanziell anzutasten.
    GDL-Chef Weselsky im Interview

    Im Interview spricht der Vorsitzende der Lokführergewerkschaft über die Auswirkungen des Streik-Wochenendes und weitere Verhandlungen mit der Bahn.
    In München fallen am Montag zwischen 12 und 23 Uhr 147 Starts und Landungen aus:
     
     

    Pilotenstreik trifft Bayern erheblich

    Während am Montag die Kurz- und Mittelstreckenflüge der Lufthansa bestreikt werden, gibt es am Dienstag eine Ausweitung auf die Langstreckenflüge.

     
     

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    #Lokführer wollen eineWoche Ruhe geben,dafür fangen heute die #Piloten an mit #Streik!Wird #Deutschland das neue #Frankreich?#GDL #Cockpit
    Was für eine Ironie: #Cockpit: "Tickets für innerdeutsche Flüge können in eine Bahnfahrkarte umgewandelt werden" :D #lufthansastreik
    Warum würdigt niemand, dass die #GDL sich bei den Streiks scheinbar mit #Cockpit absspricht? So sind Reisen weiter möglich.
    Wenn Zugführer und Piloten eine ganze Ökonomie in die Knie zwingen, könnten das hoheitliche Aufgaben sein. #gdl #cockpit
     
     

    Pilotenstreik trifft auch Langstrecke

    Während am Montag die Kurz- und Mittelstreckenflüge der Lufthansa bestreikt werden, gibt es am Dienstag eine Ausweitung auf die Langstreckenflüge.
    Die Betriebslage im Personenverkehr macht also einen dicken Haken hinter diesen GDL-Streik!
    Und ein Blick nach Nürnberg: Alles paletti. Keine Ausfälle. Erster RE nach Regensburg über Amberg und Schwandorf fährt verspätet (plus 20) ab!
    Und Regensburg : Bis auf den Nachtzug nach Wien (plus 30) geht es auch hier demnächst planmäßig und vollständig los. Dank Ersatzfahrplan seit Freitag.
    Tatsächlich: die DB wollte pünktlich und vollständig starten. Die S 3 in Neumarkt tut das gerade!
    Mein herzliches Beileid an alle die festsitzen (keine Ironie). Lokführer, kommt zur Vernunft!!! #GDL #Streik #Bahn #Bahnstreik #Geiselhaft
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